Am Mittwoch können wir ein extrem seltenes Naturschauspiel beobachten: den Venustransit. Sonne, Venus und Erde stehen also in einer Linie, unser Nachbarplanet Venus wandert über die Scheibe der Sonne.+++
Venustransit
Wenn am 6. Juni die Sonne über Sachsen aufgeht, kommt es zu einer sehr seltenen Konstellation. Die Venus schiebt sich zwischen Sonne und Erde und erscheint als kleiner Punkt auf der Sonnenscheibe.
Interview im Video mit Ulf Peschel, Leiter Sternwarte Radebeul
Für uns sichtbar ist dieses Himmelsphänomen, das bereits am Dienstag kurz nach 22 Uhr beginnt, aber nur in der letzten Phase.
Kurz vor 5 Uhr am Mittwoch Morgen geht die Sonne auf, die Venus ist bereits davor zu sehen. Wer das beobachten will, sollte sich auf einem Berg oder hohen Gebäude befinden mit freiem Blick zum nordöstlichen Horizont.
Sofern keine Wolken die Sonne verdecken, ist genau dann der spektakulärste Abschnitt des Venustransits zu sehen.
Interview im Video mit Ulf Peschel, Leiter Sternwarte Radebeul
Der Venustransit ist mit bloßem Auge zu erkennen, doch man sollte sein Augenlicht schützen. Die Sonnenfinsternisbrillen sind dafür bestens geeignet. Für Fernrohre und Kameraobjekte empfiehlt Ulf Peschel eine preiswerte Lösung:
Interview im Video mit Ulf Peschel, Leiter Sternwarte Radebeul
2004 war der letzte Venustransit bei freiem Himmel bestens zu beobachten. Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden gelangen damals beeindruckende Aufnahmen dieses Himmelsschauspiels. Vielleicht gelingt das am Mittwoch wieder. Die nächste Chance kommt jedenfalls erst in über 100 Jahren.
Wenn Sie mehr zum Venustransit erfahren wollen, lädt Ulf Peschel morgen zum Vortrag in die Volkssternwarte Radebeul.
Den Venustransit können Sie zum Beispiel auf der Beobachtungsplattform des Beyer-Bau an der TU Dresden verfolgen. Bei schönem Wetter geht es 5:30 Uhr los.
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