Sport
Montag, 8. Februar 2010 14:01
Nach miserablem Start genügt ein gutes Viertel zum 84:65 über den TTL Basketball Bamberg am Sonntag. +++
Beinahe wären die Basketballer der Dresden Titans noch vor dem Einbiegen in die Zielgerade der Regionalliga-Saison ins Stolpern geraten.
Höhenluft ist bekanntlich dünn und so hatten die Gipfelstürmer um Kapitän Robert Haas angesichts der mit dem Jahreswechsel übernommenen Spitzenplatzierung den Beginn des Spiels komplett verschlafen. Mit der ersten Minute liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher. Auch wenn es die Bamberger Korbjäger nie vermochten, sich entscheidend abzusetzen, dominierten sie dennoch das Spiel. Die Gäste erwiesen sich stets als einen Tick cleverer und wurden dabei durch den unkonzentriert wirkenden Spielaufbau der Titans bestärkt. Beim Zwischenstand von 15:18 war allerdings für beide Seiten noch alles drin. Im zweiten Viertel bot sich den gut 250 Zuschauern in der Margon Arena ein erschreckendes Bild. Bamberg drehte jetzt richtig auf und sammelte Punkte am laufenden Band. In der 14. Minute schien das Spiel eine Vorentscheidung erfahren zu haben. Der Tabellensiebente hatte sich ein sattes 13-Punkte-Polster erarbeitet. Wohl erschrocken über die eigene Leistung, zeigten die Titans Kampfgeist und kamen dank eines 14:6-Laufs wieder auf Schlagdistanz an ihren Gegner heran. 38:39 hieß es zur Halbzeitpause.
In der Kabine erwartete das Team ein stark erregter Thomas Krzywinski. Der Coach war angesichts der zum Teil miserablen Vorstellung seiner Jungs ganz zu Recht verärgert. Jedoch muss er die richtigen Worte gefunden haben, denn in der zweiten Hälfte sah man den Hausherren das Bemühen förmlich am Gesichtsausdruck an. Nichtsdestotrotz wurde den Elbriesen auch im dritten Viertel nichts geschenkt. Die Gäste aus Oberfranken hielten ein ums andere Mal mit erfolgreichen Dreipunktewürfen gegen das Aufbäumen der Hausherren so dass das Spiel hin und her wogte. Zehn Minuten vor Ertönen der Schlusssirene bot der Stand von 55:54 viel Raum für Spekulationen über den Spielausgang. Bezeichnend für die gesamte Mannschaftsleistung geriet ein grandioser Dunk von Kai Hänig zum Hingucker des letzten Spielabschnitts. Der 2,05 Meter-Hüne war durch Vorarbeit von Robert Haas glänzend in Szene gesetzt worden.
Im Kontrastprogramm zu den Anfangsminuten der Partie ging es in ähnlich überzeugender Weise bis zum Ende weiter. Die Dresdner besannen sich auf ihre Tugenden und den Bambergern viel nichts mehr ein, was sie dem Offensivaktionen der Gastgeber entgegensetzen sollten. So endete das Kräftemessen beider Mannschaften 84:65.
„Das Ergebnis ist angesichts der Leistung, die die Mannschaft heute an den Tag gelegt hat in dieser Höhe ganz und gar nicht gerechtfertigt“, gab sich Krzywinski nach dem Spiel kritisch. „Wenn wir uns in zwei Wochen genauso präsentieren, dann werden wir Schweinfurt wohl nicht so glimpflich davonkommen“, schob der Chef-Trainer der Titans mit Blick auf das Schlüsselspiel am 21. Februar nach. Immerhin dürfte der Übungsleiter freudig zur Kenntnis genommen haben, dass gleich fünf seiner Schützlinge zweistellig punkten konnten. Neben Georg Dölle (19 Punkte), sorgten Sebastian Schmieder (15), Robert Zobel (12) und Robert Haas, sowie Kai Hänig (je 11) für Lichtblicke.
Trotz des neuerlichen Sieges bleibt ein bitterer Beigeschmack. Nicht zuletzt deshalb, weil Youngster Max Tölle sich während des Spiels am Knie verletzte. Der 16-Jährige musste die Partie vorzeitig beenden. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Angesichts des schwierigen Ligaalltags wird die Mannschaft die Abwechslung in Form des Sachsenpokal-Viertelfinals am kommenden Samstag in der Margon Arena umso erfreuter annehmen. Ab 19.30 Uhr treffen die „Titanen“ dann auf die BBV Eagles Leipzig.
Quelle: Dresden Titans e.V.
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