Dresden
Freitag, 1. August 2008 16:42
Derzeit kaum vorstellbar - dennoch, der nächste Herbst kommt bestimmt und damit das Grippewetter. Gut, wenn man dann einen Salbeitee im Schrank hat.
Schon die alten Ägypter wußten um die heilende Wirkung des Salbei - ihr Name kommt allerdings vom lateinischen Verb "salvere" und heißt "gesund sein". Wie aber kommt die Pflanze in den Teebeutel? Das haben wir in Freital für Sie herausgefunden:
Ein Kräutertee mit Salbei - als altes Hausmittel ein wahres Multitalent . Und so sieht Salbei aus - bevor er in den Teebeutel kommt! Auf den Feldern der Freitaler Bombastus-Werke hat gerade die Salbei-Ernte begonnen, 8 Hektar sollen in diesem Jahr abgeerntet werden. Dabei kommt ein modernes Schneidwerk zum Einsatz - das ursprünglich aus dem Lavendelanbau in Frankreich stammt. In sechs großen Trockenmaschinen wird dem geernteten Salbei die Feuchtigkeit entzogen.
Acht Laufbänder gibt es in jedem der Trockner, hier werden die Pflanzen 2 Tage lang bewegt, bis aus der Ernte von insgesamt 40 Tonnen Frischtee 10 Tonnen Trockentee geworden sind. Die Bombastus Werke in Freital gelten als der größte ökologisch zertifizierte Salbei-Anbaubetrieb in Europa.
Verwendet wird hier die komplette Pflanze - von der Wurzel bis zur Blüte. Über 20 verschiedene Produkte werden hier aus dem Salbei hergestellt - neben Salbe, Mundwasser oder Zahncreme landet allerdings der weitaus größte Teil der Pflanze - im Teebeutel.
Salbei stärkt das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und versorgt die Zellen des Körpers mit Sauerstoff. Und- was man leider nicht sehen kann - er riecht wirklich fantastisch!
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