Gestern Abend nahm die Dresdner Polizei einen mutmaßlichen Autodieb vorläufig fest.
Als die Beamten einer Streifenwagenbesatzung den Fahrer eines weißen VW T4 auf der Mohorner Straße kontrollieren wollten, gab dieser Gas und fuhr in Richtung Reisewitzer Straße mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und versuchten den Fahrzeugführer mit Sondersignal sowie "Stop Polizei" zum Anhalten zu bewegen.
Auf dem Bonhoefferplatz hielt der Fahrer des T4 an. Bevor die Beamten jedoch aus dem Funkstreifenwagen aussteigen konnten, legte der Fahrer am T4 den Rückwärtsgang ein und fuhr mit Vollgas rückwärts auf den stehenden Funkstreifenwagen auf. Dabei wurde die Frontpartie beschädigt. Sofort nach dem Zusammenstoß fuhr der Kleintransporter mit hoher Geschwindigkeit auf der Reisewitzer Straße in Richtung Freital davon.
Eine zwischenzeitliche Überprüfung des amtlichen Kennzeichens ergab, dass der VW T4 am 24.05.2009 im Bereich Dresden-Friedrichstadt gestohlen wurde.
Die Verfolgung des Kleintransporters führte über die Reisewitzer Straße, die Würzburger Straße, zur Münchner Straße, Georg-Bähr-Straße, Helmholzstraße zur Hübnerstraße. Von der Hübnerstraße bog er nach rechts auf die Nürnberger Straße ab.
Dabei fuhr er im Gegenverkehr und bog nach links über die Münchner Straße auf den Fritz-Löffler-Platz ein. Dort überfuhr er eine Grünfläche und flüchtete weiter auf der Bergstraße stadtauswärts. Wiederum im Gegenverkehr und auf dem Fußweg fuhr das Fluchtfahrzeug auf der Bergstraße/Mommsenstraße durch eine Baustelle und beschädigte Teile der Baustellenabsperrung. Weiter ging die Flucht über die Räcknitzhöhe nach links in die Caspar-David-Friedrich-Straße.
In einer Sackgasse an der Caspar-David-Friedrich-Straße stoppte der Fahrer den Kleintransporter und flüchtete zu Fuß in Richtung Wasaplatz. Auf der Barlachstraße konnte der Mann, nach einer kurzen Verfolgung zu Fuß, gestellt und vorläufig festgenommen werden.
Es handelt sich um einen 32-jährigen Dresdner. Während seiner ca. acht Kilometer langen Flucht missachtete der 32-jährige Mann Geschwindigkeitsbegrenzungen, Lichtzeichenanlagen, überfuhr wiederholt Vorfahrtstraßen und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, in dem er sie zum Ausweichen zwang.
Die Kriminalpolizei hat am heutigen Tag weitere Ermittlungen aufgenommen. Die Dresdner Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer, welche durch den flüchtenden Kleintransporter zum Ausweichen gezwungen wurden, sich unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 zu melden.