Dresden
Freitag, 27. November 2009 11:14
Die HIV-Spezialisten am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden verzeichneten in diesem Jahr die höchste Patientenzahl ihres 7-jährigen Bestehens: 185 Patienten kamen seit Januar zu regelmäßigen Untersuchungen in die Ambulanz – 22 mehr als 2008.
Dieser Zuwachs ist jedoch nicht repräsentativ für die Entwicklung auf Landes- oder Bundesebene: Die in dieser Woche herausgegebenen Daten des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass sich die Zahl der HIV-Positiven stabilisiert – allerdings auf einem hohen Niveau. Über die aktuellen Entwicklungen bei Infektionsraten und Therapien diskutieren die Spezialisten am morgigen Sonnabend (28. November) auf dem 13. Dresdner AIDS-Symposium im Medizinisch-Theoretischen Zentrum der Medizinischen Fakultät an der Technischen Universität Dresden. Im Vorfeld des diesjährigen Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember laden die Dermatologen des Uniklinikums zu dem Symposium ein, auf dem vor allem Ärzte und Wissenschaftler über Entwicklungen bei der Versorgung von HIV-Infizierten sowie den Folgen der Erkrankung diskutieren.
Dabei werden auch die aktuellen Daten der sächsischen Spezial-Ambulanzen in Chemnitz, Dresden und Leipzig vorgestellt, in denen die Betroffenen diagnostiziert und behandelt werden. Obgleich auch in Sachsen die Zahlen seit 2007 relativ stabil sind, verzeichnete das Dresdner Uniklinikum einen Anstieg seiner HIV-Patienten: So stellten sich seit Januar 2009 45 Infizierte neu vor, 24 davon erhielten erst kürzlich die Erstdiagnose. Die hohe Zahl der Neuzugänge findet sich nicht unverändert in der Bilanz des Dresdner Uniklinikums wieder, die in diesem Jahr bei 185 HIV-Positiven liegt (2008: 163 Patienten). Ursache ist die relativ hohe Fluktuation der Patienten – etwa durch Umzug oder dem Wechsel zu einer anderen Ambulanz. Hauptaufgabe der Immunschwäche-Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Dermatologie ist die Einleitung und regelmäßige Kontrolle der antiretroviralen Therapie, die in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. So sind inzwischen 25 zugelassene Medikamente verfügbar.
Durch deren differenzierten Einsatz lässt sich die Vermehrung der HI-Viren wirksam verhindern. Erholt sich hierdurch das Immunsystem, können selbst Patienten im Vollbild AIDS jahrzehntelang überleben. Da das Virus nicht eliminiert werden kann, ist allerdings eine lebenslange Therapie notwendig, deren Nebenwirkungen oft ihrerseits behandlungsbedürftig sind. Neben der HIV-Infektion müssen häufig bereits eingetretene AIDS-Vorfeld- Erkrankungen behandelt werden, beispielsweise Soor, Gürtelrose oder Herpes sowie zunehmend auch andere sexuell übertragene Erkrankungen wie die Syphilis. Eine Stärke der Immunschwäche-Ambulanz der Uni-Hautklinik ist die Möglichkeit, das gesamte ambulante fachärztliche Spektrum des Universitätsklinikums in Anspruch zu nehmen, das für die Betreuung der HIV-Infektion notwendig ist. Hierzu gehören Leistungen der Inneren Medizin etwa bei der Behandlung von Tuberkulose, Hepatitis oder Lymphomen; der Neurologie bei Infektionen und Tumoren des zentralen Nervensystems, der Gynäkologie bei Schwangerschaft oder bei erhöhtem Risiko für das Zervix-Karzinom. Daneben besteht eine enge Kooperation mit dem Institut für Mikrobiologie und Virologie der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus, das 2007 die HIV-Resistenztestung etablierte.
Quelle: Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden
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Beiträge: 8
Brunner
Viele Menschen gehen sorglos mit dieser Krankheit um, informieren sich überhaupt nicht, bzw. nehmen es einfach leichtsinnig und fahrlässig in Kauf sich durch ungeschützten Verkehr selbst und anschliessend andere Menschen mit AIDS zu infizieren.
Zum Schutze gesunder Menschen müssten eigentlich HIV-Positive, also AIDS-Erkrankte, entsprechend markiert werden. Also z. B. durch ein Kennzeichen im Personalausweis, Reisepass, Impfbuch oder, wo doch "Tattoos" so modern sind, eine kleine Tätowierung am Gesäß z. B. : "HIV" und schon kann jeder die Gefahr für sich erkennen.
joe
wie wäre es mit einer nummer auf dem unterarm?
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brunner wir leben nicht mehr im mittelalter oder im 2. weltkreig wo leute du knecht lol wo die leute noch gebrandmarkt werden die von der norm abweichen oh man gott lass es hirn vom himmel regnen schütze dich mit einem gummi und lass dir frischen test zeigen wenn du die person nicht kennst und gut ist
Erhard Jakob
Ich schließe mich der Meinung von Brunner
an und hoffe, dass er auch im wahren
Leben *Brunner* heißt.
An *Joe* und *Strich*,
hier geht es doch gar nicht darum, dass Menschen -die Aidskrank sind-
gebrandmarkt werden sollen.
Hier geht es darum, dass die kranken Menschen nicht die gesunden Menchen anstecken sollen!
An *joe* und *Strich* folgende Frage:
*Was kann man aus euer Sicht tun,
dass die Aidskranken nicht die Krankheit
an Gesunde weiter übetragen?*
Jens Neumann
@ E. Jakob in dem du nen Gummi benutzt!
@ Brunner So etwas ähnliches haben die Nazis damals auch mit den Juden gemacht. Da kann man ja um ihren Vorschlag mal zu erweitern gleich Vernichtungslager für Aidskranke einführen die sind billiger als die vielen Medikamente und wenn man gleich dabei ist kann man Krebskranke auch gleich dazustecken.
Bitte mal darüber nachdenken!
Jens Neumann
P.S.
Das viele Menschen sorglos mit diesem Thema umgehen da gebe ich Brunner natürlich Recht.
Erhard Jakob
Jens,
hier bist du wohl mit deinem Beitrag
(11.06 Uhr) etwas übers Ziel
hinaus geschossen.
Hier geht es doch nicht darum, dass Aidskranke vernichtet oder aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden sollen.
Sondern darum, dass sie die Krankeit
nicht weiter verbreiten.
Und, die äusserst ansteckende Krankheit
Aids hat doch nichts mit Krebs
zu tun!
Bitte mal darüber
nachdenken!
Jens Neumann
Wo fängt es an, wo hört es auf?
Erst wurden Juden "Markiert" dann vernichtet!!!
Wollt damit sagen das Aidskranke auch nur ganz normale Menschen sind die ein Recht auf Freiheit und Gleichstellung haben. Dies würde durch eine "Markierung" verloren gehen.