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Dresden
Freitag, 2. April 2010 06:49
Sondersendung - Wiederholung der Diskussionsrunde zur Bebauung Innere Neustadt Dresden
Bei der Runde in der Dreikönigskirche im März im Programm von DRESDEN FERNSEHEN diskutieren Städtebauexperten und Stadträte über die Entwicklung der Inneren Neustadt. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt macht sich dafür stark, die alten Grundrisse am Neustädter Markt wieder herzustellen. Anzeige
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Beiträge: 34
Daniel
Ich bin kein GHND-Mitglied oder ein Hardliner für alle Reko's, aber was an der Hauptstraße / Heinrichstraße gebaut werden soll, dass kann doch nicht wahr sein. Ich habe selten so etwas unangepasstes gesehen. Es besteht die einmalige Möglichkeit, die Altstadt wieder mit der Neustadt zu verbinden. Und Touristen kommen doch nicht wegen einer sanierten Platte oder einen unpassenden Neubau in die Neustadt. Wann begreifen die Händler des Barockviertels, was für Möglichkeiten durch Reko's entstehen? Sie alle haben Ihre Geschäfte in historischen Gebäuden, wieso nicht neue Kundschaft gewinnen, in dem man das Viertel historisch wieder aufwertet? Traurig auch, dass die Gegner eigentlich nur Aggressiv und ohne Inhalt argumentieren konnten, ein echtes Armutszeugnis.
Mattias
@Daniel, ich muß Ihnen mit allen was Sie geschrieben haben, recht geben. Man muß wirklich kein Neumarktfan sein um zu erkennen, das das was da in der Hauptstrasse gebaut werden soll, irgend etwas für die Dresdner bringt. Im Ergebniss wird das ein toter Platz werden wie der Postplatz jetzt ist. Unseren Moderne Fans fehlen jedliche Argumente für ihre Art der Bebauung. Touristen kommen nicht für Platte nach Dresden. Eine Rekonstruktion der alten Häuser würde vor allen auch der Algemeinheit zu Gute kommen, den Pensionswirten, den Hoteliers und damit auch unseren ortsansässigen Handwerkern und den Bürgern selbst, die sich am Wochenende einfach nur an eine schöne Ecke setzen wollen, um die Seele baumeln zu lassen. An der geplanten Bebauung verdienen nur wenige aber dafür viel. Das ist man aber von der CDU und FDP gewohnt. Eine Oberbürgermeisterin die das zulässt, taugt nichts oder ist ganz einfach dessinterisiert. Das ist vieleicht auch der Grund warum Frau OB so schnell Karriere gemacht hat und das in Dresden und nicht in ihrer Heimatstadt Görlitz wo man sie wohl gekannt haben muß.
Andreas
Vor lauter Touristen vergessen wir, dass im Dresdner Zentrum auch Dresdner Bürger bezahlbar wohnen wollen, so wie das früher mal möglich war, aber heute durch teure Geschäftsbauten ausgeschlosen wird. In der ganzen Diskussion vergisst man, dass auch das Stadtzentrum bürger-wohnlich sein soll und kein "Disneyland" - vielleicht ist mal ein neuer Denkansatz für die "Neumarktgesellschaft", die sich leider zu oft nur an der historischen Fassadengestaltung festhält - so der öffentliche Eindruck.
Unser guuhder Keenich
Ich als Dresdner finde es eine Schande, dass wir 65 Jahre nach der Zerstörung unserer Stadt noch immer nicht in der Lage waren, wenigstens einen kleinen Teil unserer Stadt wiederaufzubauen. Am Neumarkt ist dies Gott sei Dank gelungen.
Theo B.
Als älterer Bürger dieser Stadt muss ich mich wundern über die große Aufregung über dieses Projekt.
Früher wäre man froh und stolz gewesen über so ein modernes gelungenes Gebäude.
Boris
Viel Wind und eine befremdliche Kampagne über ein Grundstück das lange genug brachlag ohne dass sich die GHND interessiert hätte. Und nebenan verfällt das echte Hotel Stadt Leipzig... na toll...
Romy
Dem kann man als "betroffene" Anwohnerin nur beipflichten!!! Ghnd bitte wieder zurück über die Elbe in die Altstadt. Die hat Euch nötiger.
micha
@ Andreas: Für diese hilflose Argumentation mit der inzwischen ausgelutschten "Disneyland-Killerphrase" habe ich einfach kein Verständnis mehr. Gerne erkläre ich es noch einmal: Disneyland ist ein Phantasieprodukt. Die Rekonstruierten Fassaden hingegen gab es nun mal wirklich an diesen Standorten.
Mir geht es einfach nicht in den Kopf, wie nun gute Chancen für ein bisschen Stadtreparatur verpasst, und sich für diese unerträglich tristen Klötze an solch einer wichtigen Stelle entscheidet. Ich bin absolut nicht gegen modernes Bauen, aber es gibt noch so unendlich viele Brachflächen in der Dresdner Innenstadt, die modern bebaut werden wollen.
Andi
@micha
Die aufgeklebten Fassaden im historischen Stil finden auch viele trostlos. Die Neustadt soll nicht auch noch den Touristen geopfert werden. Wohnen lässt es sich besser hinter neuen Fassaden !!!
Dresdner
also ich wohne richtig super hinter einer alten Fassade. Ich sehe am Neumarkt auch kein Disneyland sondern eine gelungen Symbiose aus Alt und Neu, formschöne Fassaden, bei deren Gestaltung unsere Vorfahren deutlich besser waren als wir, kombiniert mit modernen Innenräumen, ergeben eine wundervolle Architektonische Symbiose, welche sowohl von aussen als auch von innen genossen werden kann. Naja und das historische Gebäude das wohnen in der Neustadt verteuern ist eine absolute Legende, welche ich als Wirtschaftswissenschaftler einfach nur als retorische Blendgranate von Rendite orientierten Investoren brandmarken muss. Wer so etwas behauptet sollte dies beweisen können.
bifi
@Romy und Boris
Sehr richtig. Auch ich wundere mich, mit welchem Recht sich die GhND einfach anmaßt, nun auch noch die angebliche Mehrheitsmeinung der Dresdner auf der anderen Elbseite zu vertreten. Die bürgerschaftlichen, ehrenamtlichen Bemühungen des Vorstands und vor allem (!) auch der teils sehr betagten Vereinsmitglieder um die Umgebung der Frauenkirche in allen Ehren (auch wenn die Ergebnisse beileibe nicht jeden überzeugen können). Aber jetzt reicht dann auch.
Ich empfinde das uns allen ungefragt aufgedrängte und damit äußerst protzige "wir-vertreten-die-Mehrheit" Auftreten der Herren Kulke und Maaß mittlerweile als Zumutung. Möglicherweise hilft's, daß die GHND bei ihrer Veranstaltung am 26.2. klar gespürt hat, wieviel Gegenwind es in der Bevölkerung gibt. Leider ist aber zu befürchten, daß die genannten Herren mit der ihnen eigenen Selbstherrlichkeit auch das nicht wahrhaben wollen und sich in ihrem Eifer gegen Gegenwind schon immunisiert haben.
Daher hilft vielleicht nur noch, wenn sich mehr und mehr Dresdner beispielsweise dem Gewerbetreibenden in der Inneren Neustadt anschließen, der am 26.2. das Wort ergriff und den Veranstaltern zurief: "Mich vertreten Sie nicht!"
Also:
"Sehr geehrte Herren Kulke und Maaß, mich vertreten Sie übrigens auch nicht!"
Ernst B.
@bifi
Ganz genau, mich auch nicht!!! Auch Dresden braucht eine Zukunft!
Nadja L., Dresden-Neustadt
Ich finde man kann die Neumarkt-Fassaden schön finden oder altmodisch, manche werden sich dort wohlfühlen, andere, z.B. ich nicht. Ich bin auch sicher nicht die einzige Dresdnerin, die zwar den Wiederaufbau der Frauenkirche klasse findet, sich aber am Neumarkt mit all dem Historismus nicht zu Hause fühlt, wie z.B. in der Neustadt. Mir kann nun einmal nicht echt und "wohnlich" erscheinen, was (leider) nicht mehr echt ist dazu noch richtig aufgesetzt aussieht. Daher bin ich auch dafür, dass der Verein Historischer Neumarkt wenigstens von der Neustadt seine Finger wieder wegnimmt.
Die treten sowieso auf, als wenn sie in erster Linie sich selbst vertreten wollen!
Wenn ich auf der Homepage der GHND die Pressemitteilung des Vereins mit dem Angriff auf die Architektenkammer lese, daß "10 Jahre Diskussion um den Neumarkt an dieser vorbeigegangen" sein sollen, dann muß ich dazu für mich sagen (und ich bin keine Architektin): An mir ist die Diskussion nicht vorbeigegangen. Und jetzt, nach 10 Jahren, hab ich auch genug davon. Der Verein hat sich schon verewigt. Jetzt gehört er ins Museum, meinetwegen mit einem Verdienstkreuz der Stadt, wenn er sonst nicht von alleine geht. Jedenfalls gehört er nicht auch noch in die Neustadt.
Daniel
Ihr habt wahrscheinlich einfach die Chance für die Innere Neustadt nicht verstanden. Überlegt doch mal ernsthaft, die Große Meissner unter der Erde, dass Porzellanmuseum im Japanischen Palais, die Platten wären weg und man würde den gesamten Teil rekonstruieren und sanieren. Man kann da als Händler nur gewinnen. Und bitte, wer lebt schon großartig in diesem Gebiet? Hier wird eine einmalige Chance vertan. Und wie die Mehrheit zu diesem Thema steht, kann man an den meisten Leserbriefen aus der SZ erfahren. Ich denke es liegt 75 zu 25 für den historischen Wiederaufbau.
Dresdenfan
Ich kann nur meinem Vorschreiber bifi wiedersprechen, denn meine Meinung ist die der GhNM!!!!!!!!!!Wie kann man an dieser, für die Stadt so wichtigen Stelle, nur so eine Aarchitektur befürworten, die alle interessierten Touristen, aber auch mich als Dresdener nur abschreckt und nicht einläd in der Neustadt bummeln zu gehen und dort meine Zeit zu verbringen. Wer sagt eigentlich, das die Rekos zwangsweise teuer in der Miete wären? HIer bietet sich die Gelegenheit die Innere Neustadt aufzuwerten und das kommt (auch durchj mehr Touristen, die den weg dorthin finden würden) auch den Gewerbetreibenden zu gute. Aauch jenen die jetzt meckern. Wenn der bau wie geplant kommt dann werden touristen ja abgeschreckt und bleiben auf der Altstädter Seite und die Gewerbetreibenden in der Neustadt dürfen weiterhin sehen wie sie diese vertahene Chance ausgleichen um Kundschaft zu gewinnen. Also ich kann nur nochmal sagen GhND Mich vertreten Sie!!!!!!!!Und ich wünsche Ihnen für ihre Ziele viel Ausdauer und gutes Gelingen!
anonym
...sollte hier nicht vergeben werden und an der
Historie angeknüpft werden.
Ich habe schon sehr oft betont an der Westseite der Hauptstraße die Bebauung in der barocken
Variante zu favorisieren und damit dann auch das
Viertel bis zur Königstraße zu komplettieren!!!
Und die Ostseite der Hauptstraße in moderner
Art weiterzuentwickeln, natürlich an den Grundrissen der Vorkriegsbebauung orientiert.
Mit einem Straßentunnel am Neustädter Markt wäre
dann eine beruhigte Verkehrszone mit attraktiver
Bebauung für Gewerbe, Bewohner und Touristen ge-
schaffen.
Und die Marke DRESDEN um einiges reicher.
Nadja L., Dresden-Neustadt
Ich finde man kann die Neumarkt-Fassaden schön finden oder altmodisch, manche werden sich dort wohlfühlen, andere, z.B. ich nicht. Ich bin auch sicher nicht die einzige Dresdnerin, die zwar den Wiederaufbau der Frauenkirche klasse findet, sich aber am Neumarkt mit all dem Historismus nicht zu Hause fühlt, wie z.B. in der Neustadt. Mir kann nun einmal nicht echt und "wohnlich" erscheinen, was (leider) nicht mehr echt ist dazu noch richtig aufgesetzt aussieht. Daher bin ich auch dafür, dass der Verein Historischer Neumarkt wenigstens von der Neustadt seine Finger wieder wegnimmt.
Die treten sowieso auf, als wenn sie in erster Linie sich selbst vertreten wollen!
Wenn ich auf der Homepage der GHND die Pressemitteilung des Vereins mit dem Angriff auf die Architektenkammer lese, daß "10 Jahre Diskussion um den Neumarkt an dieser vorbeigegangen" sein sollen, dann muß ich dazu für mich sagen (und ich bin keine Architektin): An mir ist die Diskussion nicht vorbeigegangen. Und jetzt, nach 10 Jahren, hab ich auch genug davon. Der Verein hat sich schon verewigt. Jetzt gehört er ins Museum, meinetwegen mit einem Verdienstkreuz der Stadt, wenn er sonst nicht von alleine geht. Jedenfalls gehört er nicht auch noch in die Neustadt.
Matthias
Ich habe selbst über 18 Jahre in einer "Platte" gewohnt, bin darin aufgewachsen. Für mich hat das aber nie bedeutet, dass ich mich automatisch mit Plattenbauten identifiziert oder sie auch nur ansatzweise als symphatisch und damit als erhaltenswert empfunden habe. Vom gestalterischen Standpunkt aus betrachtet, sind sie auf ewig abstoßend. Da mag man noch so munter drauflos sanieren oder argumentieren, wie nützlich sie einmal waren (ja eben — WAREN), sie bleiben abscheuliche Flickschustereien, die niemals den künstlerischen, emotionalen und städtebaulichen Wert, der durch Faschismus, Krieg und sonstigen politischen Wahnsinn zerstörten, historischen Bebauung und Straßenführung, aufwiegen können.
Fast ein jedes Gebäude, das vor 1945 in der Dresdner Altstadt stand und heute rekonstruiert wird, steigert den aktuellen kulturellen Wert Dresdens und bedeutet FÜR UNS DRESDNER einen Gewinn!
Der geplante Neubau der Florana (realisiert durch Knerer & Lang) auf der Hauptstraße geschieht aus dem Interesse heraus möglichst schnell möglichst viel Geld zu machen und nicht deshalb weil man gerne Dresden und seinen Bürgern etwas Gutes tun möchte. Diejenigen, die an diesem Bau verdienen sind nicht wir Dresdner Bürger, das sollte jedem klar sein, der sich für diesen Neubau einsetzt.
Moderne Architekten rechtfertigen ihre schmucklose, kalte und abweisende Architektur so gern mit dem Begriff "Form folgt Funktion". Dabei widersprechen sie sich selbst, wenn sie mit diesem Begriff die Möglichkeit oder sogar die Notwendigkeit auf den Verzicht von Schmuck und Ornamenten verbinden. Denn Ästhetik (im Sinne der wahrnehmbaren Schönheit) ist die grundlegende Funktion für ein jedes Gebäude! Sie lässt uns staunen und sie zieht uns an, wenn wir sie in einem Gebäude entdecken.
Die Ästhetik eines Bauwerkes steht dabei doch auch immer im Zusammenhang zur Gesamtästhetik, also in Hinsicht auf das harmonische Einfügen in das Umfeld dieses Bauwerkes. Ein neues Gebäude, das sich nicht an die ästhetischen Gesetzmäßigkeiten (ungeachtet des Stils) seines Umfeldes hält, wertet das gesamte Gebiet, in dem es steht somit ab. Deshalb ist es völlig unakzeptabel, dass man modernen Gebäuden grundsätzlich ein Flachdach und Fassaden ohne Bezug zu den Proportionen der, sie umgebenden (wertvollen!!) Gebäude verpasst.
Es gibt eine schier unendliche Palette an Möglichkeiten, wie sich ein neues Bauwerk harmonisch in sein Umfeld einfügen kann. Es ist auch absolut möglich moderne Gebäude zu bauen, die eine Bereicherung für Dresden darstellen.
Allerdings kann das niemals passieren, indem man sich von Plattenbauten inspirieren lässt. Denn diese Plattenbauten, Zeilen, Riegel und Blöcke sind größtenteils ohne Rücksicht auf die Geschichte und Gesamtästhetik Dresdens entstanden, wodurch jene Neubauten, die sich an sie anlehnen ebenso mit der Gesamtästhetik Dresdens brechen und dadurch zwangsläufig der kulturelle Gesamtwert Dresdens weiter gemindert wird.
Sich beim Entwerfen generell an Plattenbauten zu orientieren, ist schon an sich ein Armutszeugnis für einen jeden, der sich selbst Architekt nennt. Das dann aber auch noch in einem Stadtviertel zu versuchen, welches die Chance auf eine Rekonstruktion, aufgrund seiner einstigen Schönheit, absolut verdient hat — das ist der Gipfel an Ignoranz und Arroganz. Diese plumpen Neubauten zu unterstützen kann doch nur aus niederträchtigen Beweggründen, Unwissenheit und Geschmacklosigkeit heraus geschehen.
Die Architektur vor der Zerstörung Dresdens (die spätestens mit dem Niederbrennen der Synagogen begann) diente immer auch ein Stück weit dem Ganzen.
Die Architektur nach der Zerstörung hatte fast nie den Anspruch die Stadt insgesamt aufzuwerten. Sie stellte fast immer einen Bruch zur übrigen Stadt dar, hat damit den Bezug zu Dresden und dem städtischen Gesamt(kunst)werk verloren und ist deshalb für Dresden nicht nur aus ästhetischer, sondern auch aus städtebaulicher Sicht wertlos.
Wir können froh sein ein so aufopferungsvolles Sprachrohr wie die GHND zu besitzen. Sie kämpfen für die Interessen der Mehrheit, für unsere Stadt und damit auf unserer Seite! Das kann man mit keinem Geld der Welt aufwiegen. (Das musste mal raus.) :)
Jürgen aus München
Ich muss mich den vielen Mailern anschließen:
In Dresden gibt es die einmalige Chance, das
verlorene Stadtbild teilweise wiederzugewinnen.
Was am Neumarkt passiert ist großartig und kein
Disneyland. Wegen neuer "Plattenbauten" kommt
kein Tourist nach Dresden. Warum blockiert die Baubehörde die verdienstvollen Entwürfe der GHND für die innere Neustadt?
Hunderte von Stadtzentren wurden durch moderne
Investoren-Architektur verunstaltet, sind menschen-unfreundlich, das sollte im Dresdner Zentrum nicht passieren!
passieren
Martinsdorf Ulrich-Werner aus Köln
Die Beton-Kistenarchitektur kann ich auch in Köln und in div.anderen Städten der Republik bewundern.
Matthias
Die GHND ist für mich die die einzige wirkliche Bürgerinitiative die es zur Zeit in Deutschland gibt. Sie vertritt Bürger aller Altersklassen und aller Schichten. Niemand muß sich ihr anschliessen. Niemand wird zu etwas gezwungen. Allen geht es um ein besseres Stadtbild von dem auch alle etwas haben. Der Anteil der Fläsche um die sich die GHND in Dresden kümmert, liegt im niedrigen einstelligen Protzentbereich und beschränkt sich auf den Neumarkt und ein Stückchen Neustädter Markt. Es ist eine Schande das sich die Vertreter der GHND, die dafür Ihre Freizeit opfern, so schikaniert werden und um alles kämpfen müssen, dabei dieses Durchhaltevermögen zu haben, ist sehr respektabel. Es ist auch eine Schande das unsere Politiker, angefangen bei der OB, sich Leute nicht nach ihren Können sondern ihren Parteibuch holen. Damit nicht genug: Viele, wie der Herr Feßenmeyer, haben Dresden, eine Großstadt, nur als Durchgang gesehen. Ich denke das es in Dresden gute Leute gibt, die Ihre Kraft und ihr Geschick gern einsetzen würden. Es ist nicht nötig, irgendwelche Leute für viel Geld hierher zu karren, um das letzte was uns noch geblieben ist zu zertrümmern. Es ist auch traurig das die Vertreter dieser Stadt, die den Welterbetitel verschenkt besser ausgeschlagen haben, nicht in der Lage sein wollen, uns allen ein Stückchen altes gewachsenes Stadtbild zurück zu geben. Die GHND ist lange weit über Dresden bekannt geworden. Immer mehr Menschen in ganz Deutschland besinnen sich auf ihre schönen alten im Krieg zerstörten Städte. Überall laufen sogenannte Stararchitekten und Fachleute gegen Rekonstruktion Sturm. Warum wohl? Weil man ihnen vor Augen führt das ihr immer gleiches Model vom Reisbrett, hunderte Mal in aller Welt mit warmen Worten angepriesen, schöngeredet und gebaut eifach nur Schund ist und nichtmehr einfach akzeptiert wird. Das ist gut so, sogar sehr gut. Man braucht sich nur alte Ansichtskarten anzusehen und man wird merken, das vor gut 100 Jahren Stadtplanung noch Stadtplanung war und nicht Investorenbefriedigung. Das man ein Stadtbild hatte in dem man sich zu Hause gefühlt hatte. Das beste Beispiel für schlecht gewollt und schlecht gemacht, ist der Postplatz. Einen Kommentar erspare ich mir. Jeder kann das Elend selbst ansehen. Es ist eben zu wenig auf die DDR, auf die Linken und was weis ich noch alles zu schimpfen wenn man es nichtnur nicht besser kann, nein, was noch viel schlimmer ist, es auch nicht besser will.
Liebe GHND, ich kann Dir nur danken. Ohne Dich hätten wir einen Neumarkt in einer Form, dass man heute sagen muß: Selbst die Oberen der DDR hätten sensiebler gebaut.
Franz
Es ist eine Schande, wieviel Undank der GHND inzwischen entgegenweht. Ich fühle mich an die ANTI-UNESCO-KAMPAGNE erinnert und kann nur sehr davor warnen, der angebl. KULTURSTADT Dresden nicht noch mehr zu schaden. Das von Knerer und Lang geplante Gebäude ist in Gestaltung, Maßstäblichkeit und Materialität - was die Visualisierungen erahnen lassen - eine Zumutung!!! Ebenso wie der WILSDRUFFER KUBUS und viele andere Bauten des alten Stadtkerns eine Zumutung sind. Die GHND ist in Dresden offenbar die einzige Kraft, die für "europäischen Städtebau" eintritt, während das Stadtplanungsamt sich in kastenförmigen GROßSTADTPHANTASIEN ergeht.
DIE GHND TRITT FÜR DEN WUNSCH SEHR VIELER DRESDNER EIN, IN DER INNENSTADT EINE MENSCHENWÜRDIGE MAßSTÄBLICHKEIT WIEDERZUGEWINNEN. UMFRAGEN BESTÄTIGEN DIES!!! DRESDNER, ZEIGT EURE SOLIDARITÄT!!!
Martin aus Striesen
Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern, dass ist in der Demokratie nun mal so üblich. Ich kann es halt nur nicht verstehen, dass man auf der GHND zu einschlägt, weil sie Ihre Meinung äußern. Die Gegner machen es auch, und wollen uns Ihre Meinung aufzwingen. Wieso versteht der Dresdner nicht endlich, was für eine Chance die Neustädter Seite besitzt? Sind die alle blind? Auf der einen Seite heulen die Händler rum, dass kaum ein Tourist den Weg über die Elbe findet und die Kundschaft im Barockviertel ausbleibt, und dann kommt eine super Idee, dass Viertel historisch wieder aufzubauen, zu beleben und dadurch interessant für Touristen zu machen. Denkt man in der Neustadt so kleinteilig?
Denkt den auch nur jemand daran, dass 8 Millionen Menschen die Frauenkirche besucht haben. Das Touristen aus der ganzen Welt nach Dresden reisen wegen dem Neumarkt. Wieso kann das ein kleiner, lautstarker Teil der Bevölkerung nicht akzeptieren. Ich fande den Kommentar richtig klasse, dass ich kein Tourist nach Dresden verirrt, weil wir so wunderschöne und austauschbare Plattengebäude haben. Es hat auch nichts mit Disney zu tun, dass ist der größte und dümmste Unfug. Disney ist eine Fantasie, was nie da war. Dresden war aber nun einmal so schön, oder ist für die Gegner die Altstadtsilhouette und die Frauenkirche auch Disney? Nein, dass ist wieder schön. Man bedenke aber, dass dies auch alles wieder aufgebaut wurde. Nur halt vor der Zeit, wo diese Menschen denken konnten. Ich finde es so enorm, dass wir Dresdner wieder ein Stück Heimat zurück bekommen. Es ist einfach traumhaft.
Wer in einer häßlichen Stadt leben möchte, der soll doch nach Köln oder allgemein ins Ruhrgebiet ziehen.
Die Pläne der Florana aus einer der schönsten Städte Deutschlands, Weimar sind einfach nur schlecht und unpassend. Sie zerstören die komplette Hauptstraße. Auch wenn sie das Barockviertel wieder öffnet, ist es eine abstoßender Baustil. Mein Respekt an Redeberg, die haben sich gegen Florana gewehrt. Hut ab vor soviel Weitsicht. In Dresden scheint dieses noch zu fehlen.
Dresden ist eine Stadt, die vom Tourismus lebt, von der Legende das es eine schöne Stadt ist, wo ist da das Problem, dass ein kleines Stück wieder aufersteht.
Neustadtmieter
Die Häuser am Neumarkt sind doch keine historischen Häuser sondern Neubauten aus Beton und Plastik mit aufgeklebten Stuckleisten... wems gefällt, der soll damit froh werden.. aber als Patentrezept ist das doch keinesfalls tauglich.
Worüber reden die eigentlich an der Hauptstrasse?? Da stehen doch hunderte von geförderten Mietwohnungen herum, die gerade frisch saniert wurden.. wer kommt denn auf die Idee, die alle wegzureissen?? Die günstige Miete dort ist in Neubauten auf gar keinen Fall wieder erzielbar und zwar ganz egal wie dieser Neubau aussieht. Wer das nicht kapiert muss schon ausgesprochen IGNORANT sein.
Ich kann nicht glauben, dass 75 % der Dresdner das tatsächlich wollen.. (und ausserdem kanns auch keiner bezahlen..am allerwenigsten die GHND)
Bert aus Prinzip
Warum versucht die Ghnd nicht Ihr Glück in China? Da werden ganze mittelalterliche Städte neu aufgebaut was man so hört..
Fritz
@Franz.. Ein paar Fragen an Dich weil Du Dich offenbar gut auskennst...: Was hat das Weltkulturerbe mit der geplanten Bebauung in der Hauptstrasse zu tun? Was genau ist den an dem KL Entwurf unmasstäblich und unpassend?? Glaubst Du ernsthaft dass irgendein Tourist sich dafür interessiert wie das geplante Haus aussieht??
Karl aus Hamburg
Die Historismusfreunde haben sich wieder einmal abgestimmt um ihre ellenlangen öden Texte abzusondern.. Wann darf Dresden sich eigentlich wieder weiterentwickeln? Erbarmen!!!!
anonym
Nun wird der Neustädter Markt auch in Zukunft aus Blocks aus ein paar rechten Winkeln bestehen - ohne Formen, Ideen und Identität. Wie primitiv ist doch die sogenannte "moderne Architektur". Schade, dass dieser glanzlose Minimalismus weiterlebt.
Ludwig 14
Was wäre wohl, wenn Dresden im 18. Jahrhundert schon so rückwärtsorientiert gewesen wäre, wie es mache heute gerne hätten?? Genau....Die Epoche des Barock hätte hier keine Spuren hinterlassen..
Und..: Schon damals sahen sich Gebäude desselben Baustils in ganz Europa recht ähnlich..
anonym
Kompromissvorschlag Bebauung Hauptstraße/Heinrichstraße
Die Grundlage bildet die von der GhND vorgestellte Visualisierung.
Das Haus Heinrichstraße 2 wird um ein Stockwerk erhöht, indem das erste Obergeschoss wiederholt wird. Die Gestaltung der Fensterverdachungen dieses zweiten OG orientiert sich an der dresdner Bautradition (siehe Rähnitzgasse 19). Die beiden Mittelachsen und auch die Pilaster an den Wandseiten würden so noch besser wirken. Das Mansarddach und die Schleppgaupen können maßstäblich erhöht werden, womit insgesamt 6 Stockwerke entstehen. Dieses Haus wäre der größere und gleichschöne Bruder des schönsten dresdner Barockhauses: Rähnitzgasse 19.
Herr Hummel, übernehmen Sie!
Silvia
@Ludwig 14
Glauben Sie eigentlich, dass der Nachbau bewährter Bauformen eine Erfindung der GHND ist?
Das hat es in der Geschichte der Architektur schon öfter gegeben, z.B. in der Renaissance. Damals kam man nämlich auf die Idee, die Bauten der Antike neu zu vermessen um deren Schmuckwert in den Bauten ab 1500 wieder aufleben zu lassen. Entstanden sind Gebäude wie die Semperoper, mit seiner Runden Fassade und den Fensterwölbungen eine Anlehnung an die antiken römischen Bauten wie Pantheon oder noch mehr das Colosseum. Es entstanden auch Gebäude wie die Dresdner Kunstakademie, die mit Ihrem Figurenschmuck den darin Studierenden auf den Weg gibt, von den Vorfahren zu lernen und zu bewahren, was bewahrenswert ist - z.B. über dem Haupteingang auf der Brülschen Terasse ist links der Zeus alss Sinnbild der Antike und rechts die Renaissance, die von der Antike lernt.
Und genau um das geht es auf der Hauptstraße, die auf historischem Gelände gebaut ist - bewahren bzw. rekonstruieren was am alten Dresden schön und anziehend war, von mir aus mit einer historischen Fassade vor modernem Inhalt. Aber die Ästhetik der geplanten Plattenbauten kann mit den bisherigen Rekonstruktionen auf der Hauptstaße nicht mithalten. Gäste bewundern regelmäßig nur die Rekonstruktionen auf der Hauptstraße, nicht die das Barockviertel abschottenden Plattenbauten, die sie genauso oft von zu Hause kennen.
Clint
@ Ludwig d. 14.--- Lassen Sie ruhig 'Silvia'(Sylvia) o.ä. reden.Sie hat sich schon wo anders verlaufen. Ich stimme Ihnen voll zu. Antike römische Bauten,in diesem Zusammenhang hergeholt,zu vergleichen mit 'Neobarock'in Dresden,ist schon sehr seltsam. Frohe Ostern u. MfG C.
Ei des Kolumbus
Das Problem wäre ganz einfach zu lösen :
Im engeren Zentrum rekonstruieren, ansonsten gute moderne Architektur. Aber auf solch einen Gedanken kommt wohl niemand- wirklich schade für die Stadt !
Matthias
Liebe Silvia, lassen Sie doch solche Leute wie L.14 reden. Der echte originale Ludwig der 14. hätte das in Beton gegossene Elend sicher nicht gewollt.
@Ludwig14
Was wäre wenn Dresden im 18.Jhd schon so rückwärts gewandt gewesen wäre? War es aber nicht!
Aber was wäre wenn Dresden 1945 nicht zerstört worden wäre? Ist es aber.