Dresden
Mittwoch, 10. März 2010 09:12
Der Freistaat Sachsen plant drastische Kürzungen in der Jugendarbeit. Am Vormittag rufen große sächsische Jugend- und Sozialverbände zu Protesten vor Semperoper und Landtag auf. +++
DIe Kundgebung soll am Vormittag vor der Semperoper beginnen und endet am nachmittag vor dem Landtag, wo das Thema am Nachmittag debattiert wird.
Sachsen will die sogenannte Jugendpauschale streichen. Dresden würden dadurch knapp 600.000 Euro in diesem Jahr fehlen. Das würde Einrichtungen und Angebote sowie Freiwilligendienste im Kinder- und Jugendbereich bedrohen.
Der AWO Kreisverband Dresden sieht folgende Bedrohungen durch die Kürzungen:
"Die Schließung von Jugendklubs bedeutet nicht etwas weniger Spaß für Kinder und Jugendliche – das bedeutet zunehmende Verwahrlosung, steigende Jugendkriminalität und -gewalt, wachsende Gefahr von Drogenkonsum und rechtsradikalem Einfluss auf die Jugend.
Einschränkungen beim Kinderschutz oder bei der Suchtprävention können wir uns nicht leisten, sie sind zu teuer. Alles das sind Dinge, die wir in der Folge viel teurer bezahlen werden, wenn wir jetzt nicht gegensteuern.
Während angeblich das Geld für die Jugend an allen Ecken fehlt, werden weiter zig Millionen für überteuerte Prestigeprojekte des Landes in Beton gegossen.
Die Folgen wären für Sachsen und für seine Bürger, aber vor allem für die sächsische Jugend verheerend.
Wir fordern die Rücknahme der Haushaltssperre und einen offenen Dialog mit den Betroffenen, den Jugendlichen, den Wohlfahrtsverbänden und den Vereinen, um gemeinsam gangbare Wege zu finden."
Quelle: Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen, AWO Dresden
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Beiträge: 2
Lingner
Sachsen-Politik:ist eine bezahlte Gruppe im Auftrag der Wirtschaftsverbände.
Ronald B.
Hallo,
ich möchte Sie auf die Protestnote des KJRS hinweisen, evtl. ist es diese Wert, bei Ihnen zu den aktuellen Themen "Gegen Kürzungen im Jugendbereich" verlinkt zu werden.
http://www.kjrs-online.de/petition
Die Reaktion von über 12.000 Unterschriften innerhalb der ersten 12 Tage zeigt sehr deutlich, wie stark die Menschen in Sachsen den Ernst der Sache erkannt haben und reagieren.
Viele Grüße
Ronald B.